Startseite Bürmoos Kontakt News Impressum


Wappen von Bürmoos

Bürmoos ist ca. 7 km² groß und ist im Bundesland Salzburg, ca. 25km nördlich der Stadt Salzburg. Der Ort Bürmoos hat ca. 4500 Einwohner und gehört zu den am schnellsten wachsenden Gemeinden im Bundesland Salzburg. Gemessen an der Einwohnerzahl hat Bürmoos eine sehr gute Infrastruktur und dabei sehr wenig Verkehr. Die Nähe zu der Kultur- und Einkaufsstadt Salzburg ist ein großer Gewinn an Lebensqualität auch wenn man kein Auto hat, denn es fährt tagsüber im Stundentakt eine Lokalbahn nach Salzburg.

 

Die Orts-Chronik

Bürmoos liegt im nordwestlichen Teil des Flachgaues des Bundeslandes Salzburg in einer Seehöhe von 436 m. Der Name "Bürmoos" kommt mit großer Wahrscheinlichkeit von "Birkenmoos". Der Name "Bürmoos" war aber schon um 1800 in der näheren Umgebung für die Bezeichnung des Moorgebietes gebräuchlich.

In der Beschreibung des Erzstiftes und Reichsfürstenthums Salzburg, Erster Band "Das Salzburgische flache Land", Seite 114, im Jahre 1796 in Salzburg erschienen, schreibt L.Hübner, daß sich im Amte Unterlebenau ausgetrocknete Moorgründe befinden. Das Weitmoos samt dem "Biermoose" zählt gegen 6000 Tagbaue = 2040ha.

Um die Mitte des 19. Jahrhundert war das schier endlose, unzugängliche, beinahe grundlose Moor zur Großteil mit Latschen, Föhren und Birken bewachsen. Von den schmalen Streifen, die die weiten Flächen umrahmten, mähten die Bauern das lange Schmälengras, um es als Streu zu verwenden. Wohl wurde unter dem Landrichter von Laufen, Andreas Seethaler, ein Teil dieser Moore zwischen Bruck und Schwerting der Versumpfung abgerungen und in Acker- und Wiesengrund umgewandelt. Die dort entstandene Ortschaft wurde nach dem Begründer "Seethal" benannt.

Wie einem Bericht der Handels- und Gewerbekammer Salzburg 1852/53 über "Biermoos" zu entnehmen war, wird dieses einer Gesellschaft von Privaten gehörende Moor am Rande herum kultiviert, gegen die Mitte zu als Brenntorf ausgebeutet, von welchem man hofft, daß er auf dem Wasserwege bis Wien Absatz finden werde. Der Letten des Untergrundes wird von einer dort errichteten Ziegelei verwendet.

Der Torfabsatz nach Wien mußte wegen der zu hohen Frachtkosten bald wieder aufgegeben werden.Ritter von Mertens, von 1861 bis 1872 Bürgermeister der Stadt Salzburg, gründete 1866 im "Herrenhaus" eine Teer-Fabrik. Aus dem reichlich vorkommenden Torf von "besonderer Güte" wurde Teer aus diesem Stearin gewonnen. Aber schon im Jahr 1868 brach das Unternehmen wegen der zu hohen Herstellungskosten zusammen.

Ein Aktiengesellschaft (techn. Leiter Prof. Lorenz Ritter von Stein) kaufte aus der Konkursmasse die Fabrik und das Gut mit der Ziegelei und gründete 1871 die "Salzburger Torfmoorgesellschaft" mit Sitz in Wien (Kaufvertrag vom 7.Februar 1872).

Professor Lorenz Ritter von Stein erkannte die günstige Möglichkeit für eine Glaserzeugung in Bürrnoos. Die wichtigsten Rohstoffe dazu lieferten der Haunsberg (Quarzsand), die Salzach (Kalkstein) und das Moor (Torf als Heizmaterial). Bereits im Jahr 1873 wurde mit der Erzeugung von Glas begonnen. Über fünf Jahrzehnte lang wurde "Tafelglas" im Mundblasverfahren hergestellt; Der Plan, Tafelglas maschinell zu produzieren, konnte nicht in die Tat umgesetzt werden. Mit 31. Dezember 1929 war es endgültig mit der Glaserzeugung in Bürmoos vorbei und andere Industriezweige siedelten sich an.

Georg Rendl, der Bürmooser Dichter, am 1. Februar 1903 in Zell am See geboren, war Sohn eines Imkers, er übte selbst jahrzehntelang den Beruf des Bienenzüchters aus. Stefan Zweig hatte den jungen Rendl gefördert, seinen "Bienenroman" als literarisches Werk erkannt und zum Insel-Verlag vermittelt.

Die dreißiger Jahre, internationale Krisenjahre, machten auch Rendl arbeitslos, denn die väterliche Bienenzucht brannte aus; dann war er Glasbläser, Ziegelei- und Bergwerksarbeiter.

Diese Jahre fanden neben dem Roman "Vor den Fenstern" (1931) ihren Niederschlag in "Satan auf Erden" (1934) und der Trilogie "Die Glasbläser von Bürmoos": "Menschen im Moor" (1935), "Die Glasbläser" (1937) und "Gespenst aus Stahl" (1938). Der Bürmooser Dichter hat damit einer großen Epoche von Bürmoos ein Denkmal gesetzt.

Georg Rendl verlor seinen Humor nicht, seine Menschlichkeit und seine tiefe Gläubigkeit. Davon zeugen die Bücher: "Darum lob ich den Sommer" (1932), "Der Berufene" (1934), "Ein fröhlicher Mensch" (1939), "Ich suche die Freude" (1948). Hierzu kommen die Erzählungen "Arbeiter der Faust" (1934), "Vision vom großen Erbarmen" (1934), "Die Tiere in den sieben Nächten" (1937), "Heimat Salzburg" (1937), "Heimkehr" (1946) und die Jugendbücher "Märchenflüge ins Bienenland" (1936) und "Dorfsommer" (1937) sowie eine ganze Reihe von Evangelien- und Mysterienspielen.

Georg Rendl starb allein und einsam 69 jährig am Montag, dem 10. Jänner 1972 in seinem Haus in St. Georgen an den Folgen eines Herzschlages und wurde vier Tage später in St. Georgen begraben.

(nach oben)

Infrastruktur - Öffentliche Bauten

1952 begann der Arbeiter-, Kultur- und Bildungsverein mit Hilfe der Arbeiterkammer mit dem Bau eines Kinos. Mit Gemeindevertreterbeschluß vom 15. Jänner 1979 wird der Kinobetrieb wegen Unrentabilität eingestellt.

Anfang Dezember 1954 wurde mit dem Bau einer katholischen Kirche begonnen. Initiator war Pater Felix Osendorfer, der neben den vielen freiwilligen Helfern auch selbst Hand anlegte. Am 3. April 1955 (Palmsonntag) fand die Grundsteinlegung statt. Im November des gleichen Jahres wurde Pater Felix nach Obersulz/NÖ versetzt. Die Einweihung der Kirche fand am 12. August 1956 statt. Pater Felix verstarb am 7. Juli 1971 im 70. Lebensjahr an Lungenkrebs und wurde am 10. Juli in Michaelbeuern beigesetzt.

Am 11. September 1955 wurde der neuerbaute Kindergarten (Baubeginn Oktober 1954) feierlich seiner Bestimmung übergeben.

In den Jahren 1959 - 1960 errichteten die Gemeinde Lamprechtshausen und St. Georgen in Bürmoos einen Friedhof. Bis zu diesem Zeitpunkt mußten die Verstorbenen aus Bürmoos je nach Zugehörigkeit, in Lamprechtshausen und Obereching begraben werden.

1961 wird mit dem Bau einer evangelischen Kirche begonnen. Die feierliche Weihe der Lukaskirche fand am 20. Oktober 1963 statt.

Am 23. Jänner 1966 wurde der Architektenwettbewerb für den Bau eines Schulbezirkes (Volks- und Hauptschule) abgeschlossen. Die Spatenstichfeier für den Bau der Hauptschule fand am 23. Juli 1966 statt. Initiator war der damalige Bürgermeister der Gemeinde St. Georgen, Landtagsabgeordneter Karl Zillner, der auf eigene Verantwortung und gegen den Widerstand des Landes, sofort mit dem Bau begonnen hat. Die Salzburger Landesregierung war im Zweifel, ob im Raum Bürmoos/Lamprechtshausen zwei Hauptschulen notwendig wären und wollte den Baubeginn hinausschieben. Die Einweihung der Hauptschule fand am 3 1. August 1968 statt.

(nach oben)

Bürmoos wird eine Gemeinde.

Am 1. Juli 1967 wurde Bürmoos mit seinen 2.604 Einwohnern durch Beschluß des Salzburger Landtages, eine eigene Gemeinde. Zum Gemeindeverwalter wurde Karl Zillner bestellt. Am 20. Oktober fand die konstituierende Sitzung der ersten gewählten Gemeindevertretung statt und Karl Zillner wurde einstimmig zum ersten Bürmooser Bürgermeister gewählt.

Am 2. September 1968 wurde mit den Aushubarbeiten der neuen Volksschule begonnen. Die Fertigstellung des Schulbezirkes und die Eröffnung der neuen Volksschule wurde am 29. August 1970 in der Turnhalle der Hauptschule in einem würdigen Rahmen gefeiert und von Pfarrer Alois Stiefler eingeweiht.

Im Februar 1974 beschließt die Gemeindevertretung den Grundankauf für den Bau eines Kindergartens und die Errichtung eines Ruhe-, Sport- und Erholungszentrums.

Am 17. März 1975 wird mit dem Bau eines Verkehrserziehungsgartens zwischen den beiden Schulen begonnen.Am 14. Juli 1975 war der erste Tag der Aushubarbeiten zum Bau des neuen Kindergartens, der am 11. Juni 1977 seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

Am 8. Dezember 1978 starb der Bürmooser Kaufmann Franz Permanschlager im 71. Lebensjahr. Der Verstorbene war von 1964-1965 Bürgermeister von Lamprechtshausen und mußte krankheitshalber (nach einem Herzinfarkt) zurücktreten. Das Begräbnis des sehr engagierten und verdienten Kommunalpolitikers fand am 12.Dezember 1978 in Bürmoos statt.

1979 wurde der Hauptstrang der Kanalisation entlang der Stierlingwaldstraße gebaut. In diesem Jahr wird Bürmoos eine eigene Katastralgemeinde.

Am 15. Jänner 1980 erhält Salzburgs jüngste Gemeinde, die Gemeinde Bürmoos von der Salzburger Landesregierung die Berechtigung, ein eigenes Wappen zu führen. Der Schild - nach einen Entwurf von Ing. Josef Buchsteiner - durch einen schwarzen Balken von Blau und Rot geteilt, darin zwei silberne Hausgänse und darunter einen goldenen Torfbreitstecher, eingestellt in die untere Hälfte eines goldenen Kammrades. Die Wappenfiguren stellen einen Bezug zur Geschichte des Ortes her, der durch Glashütte und Torfstich in den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte.

Wappen von Bürmoos

Am 11. Juli 1983 scheidet Bürgermeister Karl Zillner freiwillig aus seinem Leben, Vizebürgermeister Franz Roschanek wird neuer Bürgermeister.

Am 31. Mai 1986 wurde die gemeinsame Großkläranlage des Reinhalteverbandes Pladenbach - am 28. August des Vorjahres in Betrieb genommen - der Bestimmung übergeben.

Die schmucke Marienkapelle in Zehmemoos wurde am 15. Mai 1988 nach einer einjährigen Bauzeit feierlich eingeweiht. Rosa und Christian Marx stellten das Grundstück kostenlos zur Verfügung. 

17.Oktober 1988: Martin Seeleithner wird neuer Bürgermeister der Gemeinde Bürmoos. 

Seit Dezember 1988 steht der Bürmooser Bevölkerung ein Recyclinghof zur Verfügung. Es ist der fünfte im Flachgau.

Am 14. Juli 1990 wurde von der Gemeindevertretung der neue Flächenwidmungsplan beschlossen. Flächenausmaß 695 ha, 3.500 Einwohner. In den Jahren 1967 bis 1991 hat die Gemeinde Bürmoos insgesamt 1,030.450 m² Grund im Moor angekauft und ist dadurch in der Lage, der Bürmooser Bevölkerung und den künftigen Generationen wertvolle Naturräume zu sichern; ist doch der Ort Bürmoos in seiner Entstehung und Entwicklung untrennbar mit dem Moor verbunden.

Mit 14. Jänner 1991 tritt für einige Straßenzüge (Ritter von Mertensstraße, Gugg-Gasse, Julius Fritsche Gasse und Schranikegasse) die Zone Tempo 30 in Kraft.

1992 - Die Gemeinde Bürmoos feiert mit zahlreichen Veranstaltungen ihr 25- jähriges Bestehen: am 1. Juli "Festsitzung", vom 31.Juli bis 2.August "See-Fest", vom 18. bis 24. Oktober "3. Bildungswoche". Nach einem Ideenwettbewerb wird ein Modell des neuen Gemeindezentrums mit Veranstaltungssaal vorgestellt. "Neues Gewerbegebiet 2000": Die Gemeinde kaufte zusammenhängende Gründe, die nunmehr voll aufgeschlossen sind, zur Ansiedlung neuer Betriebe. Die Wasserversorgung ist gesichert! Der neue Wasserturm wird im August in Betrieb genommen. Bürmoos wird von der Landesregierung zur "Dorferneuerungsgemeinde" ernannt und in das Landesförderungsprogramm einbezogen. Am 3.Dez. wird im Gasthaus Unfried der Torferneuerungsverein gegründet.

1993 - Bürmoos tritt als sechste Gemeinde Salzburgs dem "Klimabündnis" bei. Präsentation der Biotopkartierung Bürmoos. Abschluß der Straßenbaumaßnahmen in Zehmemoos. Bürmoos erhält den Naturschutz- und Umweltschutzpreis des Landes Salzburg!

1994 - Im März wird die "Biotonne" eingeführt. Bürmoos bewirbt sich anläßlich des "Internationalen Jahres der Familie" bei der Salzburger Landesregierung um Erstellung eines Leitbildes zum Thema "Lebens- und familienfreundlichere Gemeinde". Im Juni wird die "Beratungsstelle für Wiedereinsteigerinnen" Region Flachgau-Nord eröffnet. Die Siebenbürgersachsen feiern ihren 50. Gedenk-Heimattag. Die Gemeinde erhält eine Gedenktafel. Abschluß der letzten Kanalbauarbeiten. Der MGV Bürmoos feiert sein 100-jähriges Bestehen. Mitte des Jahres zählt die Gemeinde Bürmoos 3.913 Einwohner mit Hauptwohnsitz und 159 Personen mit Nebenwohnsitz.

Bürmoos erhält im Oktober einen neuen, sehr schönen und übersichtlichen Ortsplan mit kurzer Chronik. Der "Stiegl-Wasserschutzpreis" 1994 wird an den Torferneuerungsverein und an die Gemeinde verliehen. Im November wird Martin Seeleithner erster, direkt gewählter Bürgermeister der Gemeinde Bürmoos.

1995 - Mit der Sanierung der Rodingerstraße wird begonnen - Gehsteige werden errichtet. Die Romantrilogie "Die Glasbläser von Bürmoos" von Georg Rendl wird neu aufgelegt. Die Gemeinde und der Torferneuerungsverein erhalten den "Umweltschutzpreis" der ARGE Alp.

1996 - Das überarbeitete Räumliche Entwicklungskonzept (REK) wird der Bevölkerung vorgestellt.Das DENTAL-Werk feiert ihr 50-jähriges Betriebsjubiläum in Bürmoos. Im Mai 1996 wird ein zwei Kilometer langer Natur- und Kulturlehrpfad - vom Torferneuerungsverein Bürmoos in Form eines Wanderweges errichtet - seiner Bestimmung übergeben. Am Montag, dem 28.Oktober 1996 wird mit dem Abriß des Vereinsheimes und Kinosaales begonnen und innerhalb von nur 16 Tagen durchgeführt. Die Gemeinde übernimmt die Krabbelstube als Gemeindeeinrichtung.

(nach oben)

1997 - 30 Jahre Gemeinde Bürmoos

Am Montag, 24. Februar wurde mit dem Aushub des neuen Gemeindezentrums begonnen. Bauträger: Genossenschaft "SALZBURG" Planender Architekt Mag. Lorenz Friedrich "Spatenstichfeier" des Gemeindezentrums. Am Bürmooser See werden 2 Beach - Volleyballplätze errichtet. Der Pater Felix-Platzes und das Kriegerdenkmal wird neu gestaltet. Die Gemeinde feiert mit einem "Ortsfest" ihr 30-jähriges Bestehen.

1. Juli 1997 Festsitzung der Gemeindevertretung. Gemeindevertreter werden mit dem Verdienstzeichen des Landes Salzburg ausgezeichnet. Das Buch: "BÜRMOOS - Vom Werden einer modernen Industriegemeinde" von Dr. Friedrich Lepperdinger erscheint. Der letzte "Strommasten" von Bürmoos durch die SAFE (beim Rottbach) fällt. Mit einem "Gewerbefest" wird in der Gewerbezone die "Wemer Bader-Straße" feierlich benannt.

1998 - EUROPAFEST mit eigenem Zahlungsmittel BÜRMEURO, EUROPA – Wirschaftswoche,

8. November 1998:  - Das Gemeindezentrum wird eröffnet und seiner Bestimmung übergeben. 4. Bürmooser Bildungswoche wird durchgeführt.

11. März 2002: Bürmoos erhält den Salzburger Kulturgüterpreis

(nach oben)


eMail: lissiandhubert@utanet.at